The Walk Goes On!

Jeder Tag ist FrauenKampfTag, aber manche sind es eben ein bisschen mehr als andere. So denken wir mit Freude zurück an den CatWalk der Prekarisierung am 8. März. Auch wollen wir noch einmal allen Menschen danken, die daran mitgewirkt haben.

Danke an die Cats – ohne eure Offenheit & Mitwirkung wäre der Catwalk nicht möglich gewesen!

Danke an alle, die sich an der Demo beteiligt haben & besonderer Dank an die Organisatorinnen*!

Danke an den hr.fleischer-Kiosk & die Künstlerinnen*, die den Kiosk im Februar & März nach ihrem Belieben gestaltet haben, sodass eine wunderbare Kulisse für unseren Catwalk entstanden ist!

Danke auch an unser Syndikat für die Unterstützung & ebenso Danke an Mitglieder der FAU Leipzig und der Initiative Reisesyndikat für ihren Besuch zu unserem Catwalk der Prekarisierung.

Alle Fotos: ©: freeflyingfotos

Urlaub auch bei Uno-Pizza

Die FAU Halle erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen Pizzaservice. Dort muss einem Fahrer, der noch vor kurzem vor die Tür gesetzt werden sollte, nun Urlaub gewährt werden.

Am 19.05.2020 bestätigte das Arbeitsgericht Halle den Urlaubsanspruch eines Pizzafahrers bei Uno-Pizza per Versäumnisurteil. Der Fahrer hatte mit Hilfe der FAU Halle eine einstweilige Verfügung erwirkt, weil sein Arbeitgeber ihm den Urlaub nicht gewähren wollte. Weder der Chef, noch eine Vertretung erschienen vor Gericht. Zuvor musste er sich bereits gegen eine Kündigung wehren.

Weil seine Vaterschaft bevorstand, hatte der Fahrer bereits im März Urlaub beantragt und war unmittelbar darauf aus „betrieblichen“ Gründen gekündigt worden, mit der Begründung „es gäbe zu wenig Arbeit.“ Er wehrte sich erfolgreich gegen die Kündigung und wurde in eine andere Filiale strafversetzt. Dann beantragte er erneut Urlaub. Dies wurde ihm erneut aus betrieblichen Gründen verwehrt, diemal weil man „zu wenig Personal“ hätte. Stattdessen wurde ihm von der Geschäftsleitung nahegelegt, selbst zu kündigen, wenn er für seine Familie da sein wolle.

Bezahlter Urlaub ist eine Selbstverständlichkeit und ein Recht, das allen Arbeiter_innen zusteht,“ so Alfred Metz, Sprecher der FAU Halle: „dass es erst eines gerichtlichen Urteils bedarf, damit unser Kollege für seine Familie da sein kann, ist beschämend für Uno-Pizza. Für uns sieht es so aus, als ob das Unternehmen die Rechte seiner Angestellten bewusst unterläuft und unbequeme Beschäftigte loswerden will. Damit kommt es aber nicht durch.“

Wir wissen aus unseren bisherigen Erfahrungen, dass es Uno-Pizza mit seinen Pflichten gegenüber den Angestellten nicht so genau nimmt. Wir werden das Unternehmen auch in Zukunft daran erinnern“, versichert Alfred Metz.

Schon 2019 hatte die FAU Halle ausstehende Lohnforderungen für zwei ehemalige Fahrer erkämpft. Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte die Basisgewerkschaft bessere Hygienebedingungen und Arbeitsschutz gefordert.

Şolidaritate cu grevistii!

Şolidaritate cu grevistii!

Solidarität mit den Streikenden in Bornheim!
Soligrüße von der FAU Halle

Update 22.05.2020: FAU Bonn prüft 180 Gerichtsverfahren gegen Insolvenzverwalter

https://www.fau.org/artikel/arbeitskampf-in-bornheim-die-vorlaeufige-bilanz

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1136978.erntearbeiter-teilerfolg-fuer-feldarbeiter-in-bornheim.html


Die FAU Bonn unterstützt aktuell streikende rumänische Erntearbeiter*innen in Bornheim. Der Kampf ist hart, viele Betroffene stehen vor dem Nichts, spätestens seit dem 18.05.2020 erreichte der Fall bundesweite Aufmerksamkeit.

Der Insolvenzverwalter RA Andreas Schulte-Beckhausen bezahlte bisher nicht den vertraglich zugesicherten Lohn für dieses Jahr. Die Unterbringung im Containerdorf ist dreckig, vermüllt, die Arbeiter*innen berichteten von schimmligem Essen. Weiterhin ist unklar, ob Lohnfortzahlung im Krankheitsfall besteht. Es gibt immer wieder Arbeitsunfälle auf dem Hof.
Nicht nur in Bornheim existiert eine systematische und rassistische Ausbeutung und mießerable Unterbringung von Erntearbeiter*innen.

Die FAU Bonn fordert als Vertretung von Saisonarbeiter*innen bei Spargel Ritter weiterhin:

1. Allen Arbeiter*innen werden 3 Monatslöhne ausgezahlt. Der Monatslohn orientiert sich an 30 Arbeitsstunden pro Woche, vergütet zu 9,35 pro Stunde.

2. Alle Arbeiter*innen die dies wünschen, werden bei der Weitervermittlung an andere Betriebe unterstützt.

3. Allen Arbeiter*innen die dies wünschen, wird eine Rückreise in ihre Heimatorte organisiert. Die Kosten der Rückreise werden vom Arbeitgeber übernommen. Bei Arbeiter*innen bei denen dies medizinisch angezeigt ist, werden die Kosten eines Krankenrücktransports übernommen.

4. Allen Arbeiter*innen steht für Krankheitstage ein Krankengeld zu. Diese stellt sich als reguläre Lohnfortzahlung dar.

Möglichkeiten der Unterstützung:
Es wird DRINGEND Unterstützung durch Arbeitsrechtsanwälte vor Ort benötigt. Honorare werden von der Gewerkschaft bezahlt. Telefonische Beratung reicht nicht aus.
Außerdem könnt ihr unterstützen, wenn ihr Rumänisch könnt – für Dolmetsch-Arbeiten, auch später wenn die Leute vllt. wieder in Rumänien oder auf anderen Betrieben sind.
Wenn ihr spontan ein paar Tage frei machen könnt: kommt nach Bonn und packt mit an.

Nicht zuletzt: Arbeitskampf ist auch eine Kohlefrage!
Spendet für die Unterstützung unserer rum. Mitglieder, für juristische Auseinandersetzungen etc.
FAU
IBAN: DE25 3506 0386 1112 5200 05
BIC: GENODED1VRR
Verwendungszweck: Spargel Ritter

Hintergrund bspw. hier: Interview auf Radio Corax https://www.freie-radios.net/102455

Weitere Infos findet ihr bei der FAU Bonn
blog: https://bonn.fau.org
email: faubn@fau.org
twitter.com/FAUBonn
facebook.com/faubonn/

und aktuell in den Medien #Bornheim #StreikBornheim #BornheimStreik #SchulteBeckhausenPayTheWorkers #SpargelRitter #FAU #Bonn