Montag 10.05. Bertrand Stern – Ich bin so frei, mir die Freiheit zu nehmen, mich frei zu bilden

Ort: Melanchthonanium, Hörsaal A
Uhrzeit: 19 Uhr

Bildungsdiskussionen bleiben zumeist in den Widersprüchen von zivilisatorischen Ideologien verhaftet: Hierbei geht es um Schulen und um ihre scheinbare Verbesserung durch Reformen; hierbei geht es um Schüler und um ihre vermeintlich erfolgreiche berufliche Zukunft; hierbei geht es um eine eingeforderte Sozialität, die in einen unentwegten Wettbewerb mündet; und neben dieser schleichenden Beschulung des Menschen geht es hierbei auch um die bessere Verschulung der Bildung… Folglich geht es nicht um die persönliche Freiheit und Würde des Menschen, um sein selbstverständliches Recht, sich frei zu bilden, um ein Klima von radikaler Freiheit und auch nicht um das Entstehen einer prospektiv gestalteten, vielfältigen, lebendigen und originellen Bildungslandschaft..

Dieses eindeutige Plädoyer für einen radikalen Ausbruch aus der längst hinfälligen Institution Schule berührt logischerweise grundlegende menschliche Belange, insbesondere das Gedeihen der Bildung; daher mündet es in die Frage: Was wollen wir eigentlich?

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