AUFRUF ZUR KUNDGEBUNG AM 13.08. Marktplatz, Halle

Leiharbeit? Schluss mit dem Wanderzirkus!
Solidarisiert euch für Equal Pay & Equal Treatment!

Die FAU Halle fordert offene Löhne eines Mitglieds bei der Leiharbeitsfirma Polygon-AG und unterstützt die Kampagne von LabourNet gegen diskriminierende Tarifverträge in der Leiharbeit.

Dass die Leiharbeit als neue Form der Ausbeutung einen üblen Ruf hat, ist nun allgemein bekannt und keinesfalls grundlos: Arbeiter_innen dieser Branche werden durch den Niedriglohn per Tarifvertrag diskriminiert, ohne Angebot auf Übernahme wie Arbeiter_innen zweiter Klasse behandelt und müssen als „flexible Arbeitskräfte“ in wirtschaftlich schwierigen Zeiten als Erstes gehen.
Auch Jan M. war Teil dieser prekären Normalitätszustände und als sog. „Helfer“ mit der niedrigsten Lohngruppe bei der Polygon-AG beschäftigt. Als er sich mit einem Krankenschein an seinen Arbeitgeber wandte, war dies für den Arbeitgeber keineswegs ein Grund nicht zur Arbeit zu erscheinen, dies sei „nur eine Empfehlung“ des Arztes. Noch absurder wurde es, als Jan trotz Krankheit arbeitete und mit einem Tag Kündigungsfrist gefeuert werden sollte. Jan konnte die Kündigung erfolgreich verhindern und wurde in den folgenden zwei Wochen keiner Arbeit zugeteilt, bis er eine neue Kündigung erhielt. Nun unterstützt ihn die FAU Halle bei der Einforderung offener Lohnansprüche und von Urlaubsentgelt.
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JUNG UND BILLIG IN HALLE?

Die FAU Halle beteiligt sich an der Kampagne gegen Ausbeutung im Minijob!

Minijobs sind Arbeitsverhältnisse wie alle anderen auch. Geringfügig Beschäftigte haben die selben Rechte wie VollzeitarbeiterInnen. Das ist leider bisher nicht überall angekommen, oder es wird bewusst ignoriert.

Probleme mit dem Recht auf bezahlten Urlaub und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, unbezahlte Überstunden oder kalte Kündigungen scheinen eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Über ein Fünftel der Arbeitsverhältnisse bundesweit sind geringfügige Beschäftigungen. In Halle sind es über 16%. Und der Sektor wächst. Die tolerierte Missachtung von Arbeitnehmerrechten und die damit einhergehenden Lohnkosteneinsparungen machen einen Großteil der Attraktivität der Minijobs für die ArbeitgeberInnen aus. Wer aber auf den 450€-Job angewiesen ist, dem schmerzt jeder kleine Lohnwegfall.
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[Pressemitteilung] FAU Halle fordert erfolgreich ausstehende Löhne im Callcenter ein

Geringfügig Beschäftigter erhält nun Nachzahlung. FAU Halle kritisiert verbreitete Missachtung von Arbeitsrechten im Minijob-Bereich

Die VAB FAU Halle hat erneut erfolgreich Urlaubsentgelt und ausstehenden Lohn eingefordert. Ein Minijobber von der S Direkt-Marketing GmbH & Co. KG hatte sich mit diesem Anliegen zuvor an die Basisgewerkschaft gewendet, nachdem er nach seiner fristgerechten Kündigung für den letzten Monat keine Schichten mehr bekam und damit einhergehend einen Lohnausfall von einem Monat zu beklagen hatte.

Der Fall zeigt erneut, dass es sich lohnt, sich gegen die Missachtung von grundlegenden Arbeitsrechten zu wehren. Damit ist der Fall des Sparkassen-Callcenters bei weitem kein Einzelfall. Kein bezahlter Urlaub, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, unbezahlte Überstunden – das ist alles gängige Praxis im Bereich der geringfügigen Beschäftigung.
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Terminänderung

Der Termin der Vollversammlung im Mai verschiebt sich auf den 8.5., 18 Uhr, da am 1. Mai viele andere Termine anliegen.

Vortrag: Mit wehenden Fahnen

Vom Scheitern revolutionärer Aufbrüche

Update: Vor dem Vortrag könnt ihr euch hier schon ein Radiointerview mit Holger Marcks zum Thema anhören.

Revolutionen wird vor allem deswegen mit Skepsis begegnet, weil ihre Geschichte eine von Enttäuschungen ist. Sofern sie nicht selbst Regime der Unterdrückung konstituierten, gingen revolutionäre Bewegungen häufig mit wehenden Fahnen unter – zerborsten in reaktionären Stürmen, die dem Wind der Subversion folgten. Von der Pariser Kommune 1871, über die Spanische Revolution 1936, bis jüngst zum Arabischen Frühling – selten gelang es, die subversive Dynamik in gesellschaftliche Institutionen zu übersetzen, die sich der Reaktion erwehren konnten. Es gilt daher nicht zu Unrecht als die große Schwachstelle revolutionärer Umstürze, dass ihre verunsichernde Wirkung zu Repressionen, Putschen und Bürgerkriegen führt – und so ungewollt die gesellschaftlichen Zustände noch verschlimmert werden.
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FAU unterstützt die CNT – Arbeitskampf bei DHL in Barcelona

Mitte 2015 erreichte die FAU Bonn eine Bitte um Unterstützung aus Barcelona. Dort befindet sich die lokale Föderation der CNT (Confederatión National de Trabajo), die Schwesterngewerkschaft der FAU, in einem Arbeitskampf mit DHL. Arbeitern, die sich für ihre Rechte bei DHL eingesetzt hatten, war gekündigt worden. Der DHL-Konzern, der weltweit agiert, hat seine Zentrale in Bonn.

Der Hintergrund

In Barcelona haben sich Beschäftigte von DHL Freight in der CNT organisiert, um bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen. Sie gründeten eine Betriebsgruppe und fanden heraus, dass die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze in das Subunternehmen c+j Grupo Handling illegal war. Deshalb forderten sie ihre Übernahme in den Mutterkonzern zu den Bedingungen des Haustarifs. Stattdessen wurde ihnen gekündigt.
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Filmvorführung: Die Angst wegschmeissen

Seit 2008 ist Norditalien Schauplatz ungewöhnlicher Ereignisse. Unternehmen, Politik und Medien nutzen den Kriseneinbruch, um die ohnehin schon bröckelnden Arbeiter_innenrechte weiter auszuhöhlen; auf der anderen Seite formiert sich jedoch gerade am untersten Ende der Lohnskala ein lebendiger und schlagkräftiger Widerstand.
Ausgerechnet den prekären und größtenteils migrantischen Arbeiter_innen in der Logistikbranche gelingt es, sich durch solidarische und effektive Organisierung aus ihrer Isolation und ihren erniedrigenden Arbeitsverhältnissen herauszukämpfen. Ein Kampf, der nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern ihr ganzes Leben verändert.

italienisch mit dt. UT | 80 min | 2015 | labournet.tv
Rosa Cannone/Johanna Schellhagen
Donnerstag, 10.12.2015, 21 Uhr
La Bim, Töpferplan 3

Gewerkschaftliche Beratung ab dem 2.12.2015

Die gewerkschaftliche Beratung der FAU Halle findet jeden ersten Mittwoch im Monat zwischen 17.00 Uhr und 18.30 Uhr im Infoladen Glimpflich in der Ludwigstraße 37 statt.
Es wäre schön, wenn du uns, bevor du vorbeikommst, eine Email schreiben könntest, damit wir uns vorbereiten können.
Welches Problem hast du mit welcher Firma?
Was ist dein Ziel bei dem Konflikt und welche Hilfe sollen wir dir geben?
Wie viel Zeit bist du selbst bereit zu investieren und wie anstrengend darf es werden?
Auch jegliche Informationen zu deinem Betrieb sind für uns wichtig: Wie viele Beschäftigte hat der Betreib? Gibt es einen Betriebsrat?
Bring auch bitte wichtige Dokumente mit (z. B.: Arbeitsvertrag, Kündigung, etc.).
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Info-Veranstaltung: Arbeitskampf „Mall of Shame“

Die „Mall of Berlin“ ist mittlerweile ein bekanntes Symbol für die gängige Ausbeutung migrantischer Arbeiter_innen. Systematisch wurden hier Menschen hingehalten und Versprechungen hinsichtlich der Bezahlung nicht eingelöst, wobei die mangelnden Deutschkenntnisse gezielt ausgenutzt wurden und es auch zu Gewaltandrohungen gegenüber den Arbeitern kam. Im Herbst 2014 jedoch entschlossen sich rumänische Arbeiter der „Mall of Berlin“ für ihre Löhne zu kämpfen. Unterstützt werden sie dabei bis heute von der FAU Berlin, die von ihren Erfahrungen, von Rückschlägen und Erfolgen der letzten Monate berichten wird.

26.11. / 19 Uhr / VL-Infoladen / Ludwigstraße 37